Zwei Wettkämpfe und neue Erkenntnisse

Longrun und 5000-m-Wettkampf
26. Juni 2010
10 km Coburg
4. Juli 2010
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  • Kalenderwoche 26/2010
  • 28.06. – 04.07.2010
  • Trainingsdauer: 5,5 Std
  • Laufen: 62 km
  • + Athletiktraining

Zwei Wettkämpfe und neue Erkenntnisse

Montag – Wettkampfvortag

Laut Greifplan kommt dieser Tag fast einem Ruhetag gleich. Aber nur fast. Denn am Tag vor einem Wettkampf empfiehlt Peter eine Minieinheit von ca. 10 Minuten auf die man aber nicht verzichten soll.

Dienstag: 5000 Meter BPM

Am Dienstag stand mein wohl erst mal letzter Bahnwettkampf an, der aber zugleich „den Höhepunkt meiner Bahnsaison“ bedeutete. Es waren die Bayerischen Polizeimeisterschaften in Eichstätt. Gegen die Mittelstreckenspezialisten die es bei der bay. Polizei zweifellos gibt, habe ich natürlich nichts auszurichten, erst recht nicht nach den Ergebnissen, die ich bisher auf dem Stadionoval erzielte. Dennoch startete ich über die 5000m in der offenen Klasse und verschenkte damit eine sichere Goldmedaille in meiner Altersklasse M35. Doch um meinen Prinzipien treu zu bleiben, in meiner derzeitigen Wettkampfserie Erfahrung zu sammeln, war dies – wie sich am Ende herausstellte – die richtige Entscheidung.

Platz 1 war schon vor dem Start sicher an Manuel Stöckert vergeben. Mit einer Meldezeit von deutlich unter 15 Minuten war der Deutsche Junioren Halbmarathon- und Berglaufmeister 2010 der unangefochtene Favorit. Mit Mario Wernsdörfer hatte Manuel immerhin einen Konkurrenten am Start, der ihm Paroli bieten konnte. Dahinter gesellten sich die Mittelstreckenspezialisten Alexander Wex und Markus Niggl, der sich bei einem optimalen Verlauf auch Chancen auf einen Medaillenplatz ausrechnen konnte.

Nach dem Start sortierte sich das 21 Mann starke Teilnehmerfeld sofort entsprechend ein. Manuel und Mario setzten sich schon in der ersten Runde ab. Dahinter bildete sich ein vierköpfiges Verfolgerfeld mit Alexander, Markus, Florian Johannes und mir. Nach dem ersten Kilometer in 3:12 min, der glücklicherweise nicht ganz so schnell war wie ich befürchtete, ging Alex an Florian, der unsere Gruppe anführte vorbei; Markus und ich folgten eine halbe Runde später. Florian konnte das Tempo nicht mitgehen und fiel ab. Alex machte nun Druck und folgte alleine den beiden Führenden, die zu diesem Zeitpunkt noch gemeinsam liefen. Ich heftete mich weiterhin an die Fersen von Markus und in 3:23 min absolvierten wir den zweiten Kilometer. Hin und wieder hatte ich das Gefühl, dass ich ein paar Reserven übrig hätte und Markus in der Führungsarbeit ablösen könnte, doch so richtig konnte ich mich nicht überwinden, um nicht wieder wie in den letzten Rennen den Fehler zu machen aufgrund eines zu hohen Tempos am Ende extrem langsam zu werden. Meine Zielsetzung war ein gleichmäßiges Tempo zu laufen. Dies hielt ich, vielmehr Markus, auch ein, indem wir den dritten Kilometer mit einer 3:24 min beendeten. Ich hätte zwar vorm Start nicht damit gerechnet Markus angreifen zu können, doch nun hatte ich die Chance und ich wusste, wenn ich dies machen wollte hätte ich noch max. 1000 Meter dafür Zeit, denn in der Schlussphase des Rennens könnte ich mit der hohen Grundschnelligkeit des Mittelstrecklers nicht mithalten. Doch ich blieb auch auf dem vierten Kilometer, für den wir 3:23 min brauchten, hinter Markus. Der letzte Kilometer wurde dann etwas schneller und ich fand mich mit meiner Lage ab, weiterhin  – so lange wie möglich – hinter Markus zu bleiben. 600 Meter vorm Ziel forcierte er schließlich sein Tempo und machte sofort eine kleine Lücke auf, die sich stetig vergrößerte. Nach der Kurve überrundete mich dann Manuel der zu einem lockeren Zielspurt ansetzte und in 15:15 min die Ziellinie überquerte. Ich lief mein Tempo gleichmäßig weiter, hätte aber auch nicht viel mehr zusetzen können, obwohl es bis dahin ungewöhnlich locker ging. In handgestoppten 16:43 min (zu offiziellen 16:46 min ?) überquerte ich im „Überrundungswust“ die Ziellinie. Auf den Medaillenplätze gab es keine Veränderungen: 2. Mario Wernsdörfer, 15:30 min, 3. Alexander Wex, 16:20 min. Markus lief mit 16:35 min auf Platz 4.

Aus taktischer Sicht war dies mein bester Lauf in diesem Jahr und wie erhofft, konnte ich ein paar wichtige Erfahrungen sammeln. Auch wenn ich mich zeitmäßig gerne mehr in Richtung der 16:30 min orientiert hätte war ich durchaus zufrieden.

Mittwoch: extensiv

Bei brutalen Temperaturen begab ich mich an den Kanal und lief in der Sonne einen extensiven 18er im Schnitt von knapp unter 4:30 min/km. Die Hitze machte mir hierbei mehr zu schaffen als der gestrige Wettkampf

Donnerstag: Wiederholungsläufe

Als letzte Wettkampfvorbereitung für Sonntag gibt es nochmal eine Tempoeinheit. 4 x 1000m im Wettkampftempo. Nun, das Wettkampftempo wird bei der schweren Coburger Strecke sicherlich einiges langsamer sein als ein normaler 10er. Dennoch laufe ich die 1000 m in Zeiten von 3:26 min den Ersten bis 3:21 min den Letzten. Trotz der Temperaturen von über 30 °C war die Einheit absolut ok.

Freitag: Ruhetag – Gesundheitsvorsorge

Alle Viere von sich strecken. Doch ganz so einfach mache ich es mir nicht. Denn diesen Ruhetag nutze ich um mir endlich mal meine längst überfälligen Impfungen beim Arzt abzuholen. Sechs Stück an der Zahl – bis zum Wettkampf am Sonntag sollte alles wieder ok sein…

Samstag – Wettkampfvortag

Zum zweiten Mal in der Woche die Greif-Mini-Einheit. Mehr ist heute aber auch gar nicht drin. Zu heiß, nach der Nachtschicht zu müde und irgendwie völlig fertig.

Sonntag: Vestelauf Coburg

Bei deutlich niedrigeren Temperaturen als in den letzten Tagen gab es zwar keine Hitzeschlacht, dafür mittendrin einen Kampf gegen einen Wolkenbruch und in mir einen Kampf des Immunsystems. Heute war nicht mehr drin als ein zehnter Gesamtrang.

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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