Urlaub vom Training statt Trainingsurlaub

Es läuft nur unrund
10. April 2011
Longrun Rundkurs Nbg-Schweinau – Schwabach
24. April 2011
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  • Kalenderwoche 15/2011
  • 11. – 17.04.2011
  • Trainingsdauer: 10:30 Std
  • Laufen: 15 km

Mit meinen Problemen im unteren Rücken startete ich bereits in die dritte Woche. Während ich in der vorherigen Woche nach zwei Tagen Trainingspause immerhin noch gut 140 km – wenn auch sehr schmerzhafte Kilometer – laufen konnte, musste ich in dieser Woche die Laufkilometer auf fast Null zurückfahren.

Der gesunde Menschenverstand sowie mein Umfeld sagt einem natürlich in so einem Fall: „Mach doch mal eine Pause“! Aber ein Athlet in der unmittelbaren Marathonvorbereitung hat wohl eher keinen normalen Menschenverstand und hört auch nicht gerne auf sein Umfeld. 😉

Ein großer Teil meiner Trainingszeit wurde von Athletiktraining bestimmt. Da ich dies in der vergangenen Zeit leider viel zu sehr vernachlässigt hatte, versuchte ich nun damit alles wieder „gut zu machen“ – leider wohl etwas zu spät…

Durch die Laufpause verpasste ich leider die Chance auf ein gemeinsames Training mit Rasmus Henning, dem Challenge Roth Sieger von 2010. Er ist direkt nach seinem zweiten Platz beim Ironman in Texas nach Fuerteventura geflogen um hier beim ersten Challenge Fuerte mitzumachen. So blieb mir nur das Zuschauen, wie er und andere Topathleten in und außerhalb der Anlage ihre Runden drehten.

Um meine Form einigermaßen zu konservieren führte ich das Ausdauertraining auf dem Ergometer durch. Hier hieß es, den Schweinehund zu überwinden. Denn bis zu 90 Minuten im, wenn auch toll ausgestatteten, Fitnesscenter zu verbringen, wenn draußen eine grandiose Landschaft und vor allem ein angenehmer Wind auf einen warten, sind mehr als nur schweißtreibend.

Im Laufe der Woche stellte sich heraus, dass ich auch auf dem Crosstrainer schmerzfrei trainieren konnte. Also fügte ich diese Trainingsform auch mit ein und versuchte hier ergonomisch so gut es ging, das Laufen zu simulieren. Die einzige Outdoor-Einheit waren 60 Minuten Spinning.

Am Sonntag versuchte ich es schließlich auf dem Laufband. Dieses stellte ich zunächst auf 15 % Steigung, da ich feststellte, dass ich beim bergauflaufen die wenigsten Schmerzen hatte. Nach und nach stellte ich das Band etwas flacher und schneller. Am Ende konnte ich einen 4er Schnitt ohne Steigung laufen. Die letzten 20 Minuten beschleunigte ich noch auf 3:30 bis 3:06 min/km – und somit auch meine Schweißproduktion 😉

Dies gab mir Hoffnung für eine Wende meiner Leidensgeschichte. Insgesamt konnte ich das geplante Trainingslager leider nicht so durchziehen wie geplant und statt erhofften 380 – 400 km, kam ich gerade mal auf 150.

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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