Prag Marathon
8. Mai 2011
Richtige Mischung
15. Mai 2011
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  • Kalenderwoche 18/2011
  • 02. – 08.05.2011
  • Trainingsdauer: 11 Std
  • Laufen: 123 km

Endlich: die erste Marathonwoche stand an. Ziel war, möglichst normal zu trainieren und nur am Freitag und Samstag ein spezielles Programm für den bevorstehenden Marathon zu absolvieren. Da ich aber nach wie vor eine Verletzung im rechten Bein habe, musste ich dies bei Umfang und Tempo berücksichtigen. Wie auch schon in den letzten Wochen führte ich ein ausgiebiges Stretching- und Kräftigungsprogramm durch.

Mit ruhigen 15 km begann die Woche, auch am Dienstag beherrschte ein eher gemächliches Tempo die Laufeinheit. Lediglich ein paar Tempowechselläufe sorgten für jeweils 30 sek für ein bisschen Abwechslung. Ein letztes richtiges Tempotraining stand für Mittwoch auf dem Plan. Nach einer ausgiebigen Behandlung beim Physiotherapeuten konnte ich dies auch relativ locker und vor allem nahezu schmerzfrei absolvieren. Nach einigen 200er folgten 500 – 2000 – 1000 – 2000 und noch einmal 500 Meter. Die 500er lief ich um bzw. unter 3 min/km, den Rest in 3:15 min/km.

Das genaue Gegenteil zum Mittwochstraining kam am Donnerstag. Ohne jeglichen Zeitdruck joggte ich durch das Naturschutzgebiet Hainberg und genoss das tolle Wetter und die nahezu unberührte Natur.

Am Freitag morgen fuhren wir bereits nach Prag. Wir, das waren in diesem Fall eine Auswahl von 8 Polizeibeamten (4 Damen, 4 Herren) aus dem gesamten Bundesgebiet, die die deutsche Polizei bei der Polizei-Weltmeisterschaft im Marathon anlässlich des Pragmarathons vertreten durften.

In Prag angekommen konnten wir auf der Trainingsstrecke in einem tollen Freizeitgebiet schon den ein oder anderen Blick auf unsere Konkurrenz erhaschen. Unterschiedliche Trainingsformen gab es nicht nur zwischen den Nationen, auch in unserem Team konnten wir uns individuell auf den anstehenden Wettkampf vorbereiten. Ich lief lockere 13 km in welche ich 2 x 2000 Meter im angepeilten Wettkampftempo einbaute. Wegen der bevorstehenden Deutschen Meisterschaft in Hamburg in zwei Wochen, galt es ein ordentliches aber nicht zu schnelles Tempo zu finden. Ich nahm mir vor, so um 3:50 min/km zu laufen, so gestaltete ich auch die beiden Wiederholungsläufe.

Am Samstag bewegte ich mich nur lockere 6 km und führte noch ein letztes Stretchingprogramm durch.

Pragmarathon am Sonntag. Direkt hinter der Elite durften wir Teilnehmer der Polizei-Weltmeisterschaft auf die nicht gerade leichte Strecke gehen. Die Eliteläufe sah ich jedoch nur kurz, da ich mir vornahm relativ gemütlich im 4er Schnitt und somit fast eine Minute auf dem Kilometer langsamer als die Profis, das Rennen zu beginnen. Dies zog ich auch so durch und wurde sehr schnell von einer Menge Marathonis überholt. Bei insgesamt 10.000 Teilnehmern war es aber dennoch nur ein kleiner Bruchteil, der an mir vorbeizog. Bis km 10 lief ich auch nur kanpp unter 4 min/km und achtete darauf, an den Rampen der Brücken das Tempo noch ein wenig mehr zu drosseln. Bis zum 15. Kilometer beschleunigte ich nur leicht auf einen Schnitt von 3:55 min/km und anschließend auf 3:50. Den Halbmarathon lief ich so fast völlig ausgeruht in 1:22:33 Std. Ab km 26 forcierte ich ein weiteres Mal auf nun konstant unter 3:50 min/km. Obwohl ich nun alles alleine und vorwiegend gegen den Wind lief konnte ich das Tempo halten und auf knapp über 3:40 bzw. auf den letzten zwei Kilometern auf mein eigentliches Wettkampftempo von < 3:40 min/km drücken. Nach 2:42:36 überquerte ich schließlich die Ziellinie.

Nun gilt es den richtigen Konsens zu finden um sich ordentlich zu regenerieren aber auch die nötige Spannung für den in 13 Tagen stattfindenden zweiten Marathon zu halten.

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

2 Comments

  1. John sagt:

    Klingt sehr gut für die vielen Fragezeichen, die davor bestanden :-)). Für Hamburg würde kein langes Tempo mehr machen und auch nur einen langen Lauf, vielmehr lockeres Tempo, 50% WKT und 50% darunter. Ich drücke Dir die Daumen für Hamburg, dass die Beine gut bleiben! Laufe nicht auf Bestzeit an!

    Bist Du nicht bis km 30 mit Robert Ruff zusammen gelaufen (Windschatten)? Davon steht nichts in Deinem Bericht.

  2. Carsten sagt:

    Mein Wettkampfbericht folgt…

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