Nicht immer gut, aber immer besser

Zurück in den Trainingsalltag
5. Juni 2011
Siegertrio
Formel 1 Feeling in Neuss
19. Juni 2011
Show all
  • Kalenderwoche 23/2011
  • 06. – 12.06.2011
  • Trainingsdauer: 11,5 Std
  • Laufen: 145 km
  • Radfahren

Mit 145 km habe ich endlich wieder den Schnitt erreicht, den ich schon die letzten Wochen hätte laufen wollen. Dass jedoch, neben über 50 Stunden Dienst und fünf Nachtschichten nicht jedes Training optimal verlief, war eine logische Schlussfolgerung.

Das katastrophalste Training hatte ich schon am Montag hinter mich gebracht. Mit sehr wenig Schlaf aus dem Wochenende gekommen, dazu noch eine, für mich, unerträgliche Schwüle und ein knallhartes Tempotraining, das konnte nur schiefgehen. Der Hauptteil der Einheit bestand aus 3 x 9 Minuten Crescendo in 4 Min. in 3:16, 3 Min. in 3:12 und 2 Min. 3:02 min/km. Schon die Steigerungen und 4 x 200 Meter während des Einlaufens ließen „Schlimmes“ erahnen. Lediglich auf den 4-Minuten-Abschnitten konnte ich das Tempo halten. An die 3:12 oder gar noch schneller, kam ich überhaupt nicht ran. Immerhin habe ich mich schnell erholt und konnte problemlos länger auslaufen.

Da ich das Glück habe, die GARMIN Forerunner 610 testen zu dürfen, begab ich mich mit der „eierlegenden Wollmilchsau“ am Dienstag ins teilweise unwegsame Gelände unter dichten Baumkronen. Das GPS-System enttäuschte keineswegs und zeigte mir am Ende knapp 21 km, die ich im 4:30er Schnitt gelaufen bin.

Am Mittwoch baute ich in mein DL-Training einige  Wiederholungsläufe mit je 700 Meter ein. Die meisten konnte ich problemlos im 3:30er Schnitt laufen, der auf dem Rückweg einsetzende brutale Regensturm verlangsamte das Tempo aber ungemein.

Ein richtiges Tempotraining gab es wieder am Donnerstag. Es ist schon sehr lange her gewesen, dass ich das letzte Mal 400 Meter Tempowechselläufe gemacht habe. Im Wechsel stehen 400 und 200 Meter, wobei die Zeit der 400 Meter vorgeschrieben war (1:17 min), die 200 Meter aber so schnell gelaufen werden müssen, dass am Ende eine möglichst gute 10.000 Meter Zeit steht. Zum ersten Mal gelang es mir alle 400er in 1:16 – 1:17 min (3:10 min/km) zu laufen und die 200 Meter Abschnitte nicht langsamer als in 50 – 51 sec (4:10 min/km) zu bewältigen. Am Ende stand eine 35:13 min, die ich für die 25 Runden auf der Tartanbahn benötigte. Schneller war ich im Training noch nie!

Den Freitag gestaltete ich mit 19 km im ruhigen Pulsbereich etwas gemütlicher. Trotz des „Trimm-dich-Pulses“ konnte ich diese in einer Pace von 4:35 min/km laufen.

Viel hektischer wurde es dafür am Samstag. Um 13:00 Uhr hatte ich mich zum Longrun im Lorenzer Reichswald verabredet. Dumm war, dass ich nach der Nachtschicht keinen Wecker gestellt habe. Ausgerechnet an diesem Tag wache ich ein Stunde später als gewöhnlich auf. 12:39 Uhr zeigt die Uhr, als ich die Augen aufschlage. Raus aus den Federn, ein Brötchen während des Gassi gehens mit dem Hund, rauf aufs Fahrrad und mit Vollgas zum 7 km entfernten Treffpunkt. Mit kanpp 20 Minuten Verspätung konnten wir unseren Longrun starten. Immerhin umgingen wir so einen heftigen Regenschauer. Die Strecke kürzten wir um knappe fünf Kilometer, dafür hielten wir das Tempo am Ende noch relativ hoch, so dass trotz eines eher gemütlichen Starts noch eine Durchschnittspace von 4:26 min/km heraussprang.

Am Sonntag wurde es dann aber wirklich gemütlich, viel mehr wäre aber auch nicht mehr drin gewesen. Nach 1:15 Std beendete ich die kürzeste und langsamste Laufeinheit der Woche.

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.