ASICS GT 2150
27. Oktober 2011
Frankfurt Marathon – Staffelmarathon
30. Oktober 2011
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  • Kalenderwoche 43/2011
  • 24. – 30.10.2011
  • Trainingsdauer: 8:00 Std
  • Laufen: 100 km

Wie in der Vorwoche, lag meine Kilometerleistung wieder nur bei 100 km – es fehlte der lange Lauf – dafür schraubte ich etwas an der Temposchraube, zumindest was die Quantität angeht. Rechne ich meinen Einsatz als Staffelläufer beim Frankfurtmarathon dazu, komme ich auf drei Tempoeinheiten.

Die erste absolvierte ich am Montag. Auf den fünf 1000-Meter-Turns versuchte ich mich sukzessive zu steigern. 3:21 Minuten brauchte ich für meinen ersten Kilometer, den ich gegen den Wind lief, um 3 Sekunden steigerte ich mich bei meinem Zweiten. Um deutlich schneller zu werden wechselte ich die Laufrichtung und konnte mein Tempo mit Windunterstützung auf glatte 3 Minuten steigern.

Dienstag und Mittwoche dienten in erster Linie der Erhaltung der Wochenkilometer. Einmal etwas unter, einmal über 20 Kilometer im mittleren Dauerlauftempo (4:15 – 4:20 min/km).

Am Donnerstag absolvierte ich meine nächste Tempoeinheit. Diesmal nur 4 x 1000 Meter und diese auch etwas langsamer, nämlich knapp unter Wettkampftempo, in ca. 3:20 min/km, wie am Montag wieder am Main-Donau-Kanal, diesmal aber bei Windstille.

Am Wettkampfvortag lief ich traumhaft schöne 10 Kilometer mit ein paar Steigerungen direkt am Main in Frankfurt. Bei untergehender Sonne und noch angenehm warmen Temperaturen hätte ich noch ewig weiterlaufen wollen, doch wegen des bevorstehenden Wettkampfes, drehte ich schon nach 5 km wieder um.

Zum ersten Mal stand ich am Sonntag als Staffelläufer bei einem Marathon am Start. Dies war für mich die Möglichkeit trotz frühzeitig abgebrochener Marathonvorbereitung dennoch bei diesem Großereignis teilnehmen zu können. Die Meinungen zum Thema Marathonstaffel gehen weit auseinander und die Akzeptanz ist bei vielen Marathonis nicht allzu hoch. Doch über 800 Staffeln am Start, welcher 30 Minuten nach dem Hauptstart stattfand, zeigen doch eine gewisse Ernsthaftigkeit. Schließlich können sich hier Firmen, Vereine, Verbände oder Familien von ihrer besten Seite präsentieren. So auch die ASICS Frontrunner, die gleich fünf Staffeln an den Start stellten und mit diesen sämtliche Sieger stellten (Männer, Frauen, Mixed) sowie ein zweiter und fünfter Platz bei den Männern. Umso schöner für mich, dass ich bei der Siegerstaffel dabei sein konnte. Mit Dietmar Bier, Johannes Weingärtner, mir als dritten Starter und Daniel Naumann als Schlussläufer konnten wir als einzige Staffel unter 2:30 Std bleiben (2:28:03 Std), dabei gilt zu beachten, dass sich jeder von uns durch die Läuferschar kämpfen und zu den einzelnen Wechselpunkten noch einige Umwege in Kauf nehmen musste.

Es machte dennoch mächtig Spaß im Zickzack-Kurs über die Strecke zu gehen und das typische Marathonfeeling aufzunehmen. Tatsächlich gab es einige Marathonis die uns Staffelläufer anfeuerten, als wir mit ordentlich Geschwindigkeitsüberschuss an den „über-3-Std-Läufern“ vorbeirauschten. Allerdings gab es auch vereinzelte negative Bemerkungen. Scheinbar fühlte sich ein 3:30-Läufer vom plötzlich auftretenden Windschatten in seiner gemütlichen Laufmanier etwas gestört, wie sonst wäre sein Kommentar „Sch… Staffelläufer“ sonst zu interpretieren…

Nach einer genialen Logistik-Performance der ASICS-Betreuer war es jeder Staffel möglich, gemeinsam in die Festhalle an der Messe einzulaufen. Dieses Novum bei einem Marathon darf man sich einfach nicht entgehen lassen und ist es wert, diesen pfeilschnellen Marathon einmal in Angriff zu nehmen.

Als einer der schnellsten Marathons weltweit schrieb auch die 30. Auflage wieder Geschichte. Nur um 4 Sekunden verpasste Vorjahressieger Wilson Kipsang aus Kenia mit 2:03:42 Std den noch taufrischen Weltrekord von Berlin.

Mit diesem Wettkampf geht auch das erste Jahr ASICS Frontrunner zu Ende. Als solche konnten wir einige tolle Events gemeinsam bestreiten und haben quer durch die Republik neue Freundschaften geschlossen. Über dieses hinaus konnte jeder von uns 100 Frontrunner von den Erfahrungen der anderen, insbesondere der Profis Sonja Oberem und Carsten Eich lernen. Ich freue mich auf viele Wiedersehen in der neuen Saison! Nachdem mit Ende Oktober die Laufsaison gemeinhin ihren Abschluss findet, wünsche ich den Frontrunnern und allen anderen Läufern eine gute Regeneration und einen optimalen Aufbau im Winter, so dass im neuem Jahr die Bestzeiten purzeln, an denen so mancher (auch ich) in diesem Jahr noch „zerbrochen“ sind!

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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