ASICS GEL-DS Trainer 17
25. April 2012
GARMIN Forerunner 910XT
1. Mai 2012
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  • Kalenderwoche 17/2012
  • 23. – 29.04.2012
  • Trainingsstunden: ca. 12,5 Std.
  • Laufen: ca. 160 km

Die letzte Woche der Rennsteigvorbereitung, in der ich nochmal richtig Kilometer machen wollte, wurde mir durch meine Dienstplanung und die extreme Temperatur am Wochenende etwas vermasselt. 20 – 30 Kilometer mehr, hätten am Ende unterm Strich stehen sollen. Dennoch konnte ich ein paar wertvolle Trainingseinheiten und tolle Erlebnisse verbuchen.

Ich startete mit einem Halbmarathon in die Woche,  dessen eingebaute Tempoanteile – ähnlich eines Fahrtspiels – am Ende für eine Durchschnittspace von 4:10 min/km sorgten. Bei diesem, wie auch allen folgenden Läufen, versuchte ich soviele Hügel wie möglich mit ins Laufprogramm aufzunehmen.

Bei meinem nächsten Vorhaben kreuzte ich auf allen möglichen Wegen den Lorenzer Reichswald. 30 Kilometer kamen so zustande, einige wenige Höhenmeter noch dazu, aber in erster Linie galt dieses Training, welches ich nur in einem Tempo von 4:40 min/km lief, dem Stoffwechsel. Ca. 6 Stunden nach meiner letzten Mahlzeit, konnte diese Einheit als Nüchternlauf angesehen werden. Grundsätzlich bin ich kein Freund dieser Trainingsform – spätestens nach 20 km wusste ich auch wieder warum – aber gerade in der letzten Zeit laß ich immerwieder von den Vorteilen eines solchen Laufs; insbesondere in der Vorbereitung auf (Ultra-)Marathons. Naja, wem’s gefällt…

Ich weiß nicht ob es an dem Nüchternlauf lag, oder der dritten Früh-, Nachtschicht-Kombintation direkt hintereinander, jedenfalls ging das Mittwochstraining derart schwerfällig, dass ich nach 14 km abbrach und lieber später noch eine Einheit Lauf-ABC einlegte.

Manchmal ist es gut, auf sein Gefühl zu hören, denn am Donnerstag ging es bei meinen 25 km Crescendo durch den Fürther Stadwald wieder ganz locker. Am Freitag war es aber nicht mein Gefühl, sondern meine Dienstpflicht, die nicht mahr als 17 km zuließ…

In der Nacht traf ich schließlich die Vorbereitungen auf meinen Longrun am Samstag. Ein freies Wochenende sollte richtig genutzt werden, deshalb plante ich über „outdooractive.com“ am Computer meinen Longrun, mit ca. 50 km und möglichst vielen Höhenmeter und Ausgangpunkt Gräfenberg. In der Planung kam ich schließlich mit einer vielversprechenden Runde über einige Höhen und durch bekannte Ortschaften der Fränkischen Schweiz auf 46 km und 1.400 Höhenmeter. Am späten Vormittag, als das Thermometer bereits 27 °C zeigte, begann ich, ausgerüstet mit Gels, Salztabletten und 1,4 l Wasser, mitgeführt im Laufrucksack, meine lange Runde. Mein Forerunner 910XT, auf welchen ich die mir völlig unbekannte Strecke abspeicherte, führte mich zielsicher durch eine traumhafte Landschaft. Leider machte ich in der Planung den Fehler, als Wegpunkte lediglich die höchsten Erhebungen festzusetzen, ohne dabei darauf zu achten welche Art Weg dort hin führt. Das Wort Trail hat seit dem bei mir eine neue Bedeutung!

Doch mehr als die einigen weglosen Abschnitte machte mir die Hitze zu schaffen. Bei km 33, am Anstieg zum Walberla, versuchte ich mit den restlichen Tropfen aus der Trinkflasche und einem Gel noch einmal ein paar Kräfte zu mobilisieren. Oh Gott, bei km 33… Das heißt in zwei Wochen, 40 Kilometer vor der Ziellinie… Auf dem Rückweg nach Gräfenberg wich ich etwas von der vorgegebenen Route ab, um mir in einem kleinen Ort eine Flasche Cola zu kaufen. Ein Typ, der mit einer knallroten Birne, Rucksack und einer 1-Liter-Flasche Cola in der Hand durch die Gegend joggt, mag für manche Wanderer, die mir entgegenkamen, ein seltsamer Anblick gewesen sein. Im Nachhinein weiß ich nicht was schlimmer war, die letzten Kilometer mit den nicht enden wollenden Anstiegen oder die von Krämpfen geplagte Heimfahrt. Fakt ist: es war ein brutal schönes Erlebnis!

Am Sonntag verzichtete ich auf jegliche sportliche Betätigung – fast ohne schlechtes Gewissen…

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

1 Comment

  1. cumu sagt:

    Respekt, da hast du ja wirklich was geleistet die Woche. Ich hab mich seit einem Monat Abstinenz auch wieder ins Training gezwungen, aber hab mit 2 Läufen nur 12km geschafft – ich bin so raus im Moment :/

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