OCR – Obstacle Course Race

Oder auch (Extrem) Hindernis Rennen

Zum Thema „Extrem“ habe ich meine ganz eigenen Ansichten, welche sich aber durchaus mit den Erläuterungen auf Wikipedia decken.

Zitat aus Wikipedia zum Thema Extremsport:

Die Beurteilung eines Sportes als „Extremsport“ ist vielfach subjektiv bzw. der Übergang ist diffus. So können viele gängige Sportarten exzessiv oder mit erhöhtem Risiko als „Extremsport“ betrieben werden, z.B. Mountainbiken, Skilaufen, Klettern oder Langstreckenlauf. Andere Sportarten wirken nur auf Außenstehende extrem, wie z.B. Bungee-Jumping, wo es kaum ein wirkliches Risiko, Höchstanforderungen oder Schwierigkeiten gibt, sondern nur einen durch die Umstände bedingten Nervenkitzel. Die meisten Extremsportler betrachten ihren Sport nicht als extrem, viele bezeichnen ihn sogar als „Familiensport“.

Für den Couchpotato ist ein 10-km-Lauf vielleicht schon extrem. Für den 10-km-Läufer im Gegenzug vielleicht das Leben des Couchpotatos, doch auch er kann seinen Lauf als extrem schnell oder die Strecke als extrem schwer beurteilen.

In der breiten Masse ist sicher all das extrem, was man selbst nicht in der Lage ist zu leisten bzw. es nicht testet, da es einem zu schwer, zu gefährlich oder zu teuer erscheint.

Bei den immer beliebter werdenden Obstacle Races darf man aber getrost von Extrem-Läufen reden. Denn um nicht bald wieder „out“ zu sein, lassen sich die Veranstalter immer neue Hindernisse und Aufgaben für die Teilnehmer einfallen – und diese fordern es auch.

Am Anfang stand der britische „Tough Guy“. Das Rennen findet bereits seit 1986 in der Nähe von Birmingham statt und entstand aus der Feder Billy Willsons, welcher Trainingscamps für Elitetruppen entwarf. Spezialeinheiten der Polizei und Bundeswehr trainieren seit jeher auf ganz ähnlichen Kursen wie den OCR.

Nachdem der Tough Guy auch in Deutschland große Bekanntheit erlangte und längst nicht nur ein paar „Spinner“ an dem Urvater der OCR teilnahmen, entstand auch in Deutschland ein Hindernislauf nach dem anderen. 2007 feierte zum Beispiel der in vielen Ländern der Erde stattfindende „Fisherman´s Friend Strongman“ in Münster seine Premiere. Im Gegensatz zum Tough Guy geht es hier vielmehr ums Laufen als um das Überwinden von Hindernissen. So hat jedes Obstacle Race seine Besonderheit und ist so vielfältig wie das Laufen selbst.

Bei all den Kommerz und Hype um die Hindernisrennen stecken die Veranstalter neben ständig neuen Ideen auch viel Herzblut in ihre Veranstaltungen. „Getting Tough – The Race“ ist definitiv eine solche Veranstaltung die von Vollblutsportlern für Vollblutsportler und solche die es werden wollen geschaffen wurde.

Bei den Teilnehmern handelt es sich nicht selten um waschechte Topläufer. Manuel Stöckert oder Hagen Brosius reihen sich gemeinsam mit ausgesprochenen OCR-Spezialisten wie Knut Höhler oder Charles Franzke ganz oben in die ellenlangen Ergebnislisten ein.

Wie bei allen Läufen findet man auch hier unterschiedliche Distanzen. „Sprintrennen“ mit ca. 4 km Länge über Distanzrennen von 18 bis 22 km bis hin zu „Marathonrennen“ von 40 km oder mehr bei welchen auch „leicht“ mal 60 Hindernisse zu überwinden sind.

Neben viel Laufarbeit überwinden die Teilnehmer meist Hindernisse wie Wassergräben (mit Vorliebe im Winter), Gerüste, Baumstämme, Seile, brennende Strohballen, Reifenbarrikaden, Autos, Wände. Matschfelder, Tunnel etc. Der Phantasie der Veranstalter sind hier keine Grenzen gesetzt. Oft müssen auch diverse Gegenstände geschleppt oder gehoben werden. Gesucht wird eben der „kompletteste Athlet“!

Eine kleine Lister ausgewählter nationaler und internationaler OCR Events: