Trailrunning Carsten Stegner

Eine Definition für Trailrunning suchst du hier vergebens.

Trail

Trail

Denn eine Definition ist das Allerwenigste was Trailrunning benötigt. Wenn man so will, beginnt Trailrunning dort, wo der befestigte Weg aufhört und der Spaß anfängt!

Trailrunning ist nicht an bestimmte Streckenlängen gebunden, auch wieviele Höhenmeter bewältigt werden müssen ist nicht entscheidend und am unwichtigsten ist die Pace. Einen Pfad findest du überall. Schau einfach mal links und rechts deiner normalen Laufstrecke. Biege ab und entdecke neue Wege – Verzeihung – Trails!

Der Trail vor der Haustüre

Der Trail vor der Haustüre

Trails kannst du auch laufen, wenn deine eigentlichen Strecken auf der Straße oder der Tartanbahn sind, ob du Mittel-, Langstreckler oder Marathonläufer bist. Probiere es mal aus, denn so schulst du deine Koordination und hast gleichzeitig – je nach Streckenbeschaffenheit – ein Krafttraining mit Spaßfaktor absolviert.

Solltest du dann so viel Spaß daran gewonnen haben, dass du dich auch im Wettkampfgeschehen dem Trailrunning hingeben möchtest, findest du alle möglichen Streckenlängen und Schwierigkeitsgrade. Und das in nahezu jeder Region der Welt – auch bei dir um die Ecke.

Alpentrail - Achtung, auch im Sommer kann es zu "Wintereinbrüchen" kommen

Alpentrail – Achtung, auch im Sommer kann es zu „Wintereinbrüchen“ kommen

Von der Sprintdistanz bis zum Ultramarathon, ob Etappenrennen oder die Überwindung der größten Gebirge der Welt am Stück, Umrundungen gewaltiger Bergmassive oder die Durchquerung von Wüsten, Jungles oder ganzer Kontinente. Das Angebot ist immens und vor allem deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt beim Umsetzten in die Realität. Hier erlebst oder erläufst du deinen Traum!

Trailrunning ist keine neue Modesportart. Es ist der Ursprung des Laufens! Wo sonst sollen unsere Vorfahren gelaufen sein?

Der Trail hat was von Freiheit!

Der Trail hat was von Freiheit!

Nichtsdestotrotz kannst du dich modernstem Equipment bedienen – und solltest dies zumindest in einigen Bereichen auch tun.

Trailschuhe sorgen für den nötigen Grip und Stabilität. Einige bieten besonders großen Komfort,

ASICS FujiAttack3

z. B. ASICS FujiAttack

wenn es über Ultradistanzen geht oder sorgen dafür, dass du nicht jeden Stein durch die Sohle spürst. Wie bei „normalen Laufschuhen“ findest du auch hier Wettkampfschuhe, „Light-Weight-Trainer“ oder stabile Trainingsschuhe. Beliebt beim Trailrunning sind auch Schuhe mit Gore-Tex-Membran o. ä., aber auch Varianten, die dafür sorgen, dass Wasser schnell wieder aus dem Schuh heraus läuft oder gedrückt wird. Im Zehenbereich sollte der Trailschuh verstärkt sein. Ein Anstoßen am nächsten Stein bleibt nicht aus; so verhindert man aber zumindest den größten Schmerz. Um zu verhindern, dass die Schnürsenkel im Gestrüpp hängen bleiben, ist die „Schnürsenkel-Garage“ von großer Bedeutung.

Calfs: nein keine Kälber, auch wenn du diese immer wieder beim Trailrunning auf den Weiden siehst. Calfs sind für Trailrunner das Bekleidungsstück, was der Kompressionsstrumpf für den Marathoni ist. Doch es kommt nicht (nur) auf die Kompression an. Die Calfs schützen deine Waden vor leichten Schnittverletztungen wie sie entstehen können, wenn du durch Gestrüpp, Sträucher oder an Felsen entlang läufst. Im Vergleich zum ganzen Strumpf haben sie den Vorteil, dass du Socken schnell wechseln kannst, wenn sie nass geworden sind oder sich kleine Steine oder Sand im Socken gesammelt haben. Dies kannst du mit folgendem Bekleidungsstück verhindern:

Gamaschen – Manche Hersteller haben spezielle Befestigungen an ihren Schuhen angebracht um „hauseigene“ Gamaschen daran zu befestigen. Diese verhindern, dass Schnee, Wasser, Sand, Steine o. ä. in den Schuh gelangen. Doch es gibt auch inzwischen einige „Universal“-Gamaschen, die mit jedem Schuh getragen werden können. Vereinzelt findest du sogar Schuhe, an welchen Gamaschen schon fest angebracht sind. Diese wurden speziell für Wüstenläufe oder Schneeläufe entwickelt.

Trail-Shorts: natürlich kannst du auch mit jeder anderen Laufhose Trails laufen. Trail-Shorts bieten aber meißt ein bisschen mehr Komfort. So sind oft diverse Taschen angebracht um für die langen Trails auch das Gel gleich griffbereit zu haben oder die Handschuhe oder Mütze schnell verstauen zu können, denn vielleicht braucht man sie beim nächsten Aufstieg schon gleich wieder. Lange Trailhosen haben oft eine Verstärkung im Wadenbereich (s. Calfs). Im Gegensatz zur Lauf-Short ist sie meißt etwas weiter und länger geschnitten. Um zu vermeiden, dass man sich einen „Wolf“ läuft ist fast immer eine „Tight“ innen vernäht oder optional zu befestigen.

T-Shirt, Longsleeve: auch hier finden sich fast immer Taschen. Ein Reisverschluss sorgt für besser Belüftung bei wechselnden Temperaturen, wie sie insbsondere im Gebirge immer wieder vorkommen. Die Bekleidung ist sinniger Weise etwas enger geschnitten, damit durch die Gegenstände, die du in die Tachen steckst, nicht das ganze Teil ständig am Körper hin und her fliegt und sich überflüssiger Stoff nicht zwischen Rücken und Laufrucksack sammelt und dort unangenehm reibt. Apropos Rucksack, damit dieser einen noch besseren Halt hat, und nich auf den Schultern reibt, sollte diese Partie etwas verstärkt und ggf. so beschichtet sein, dass sie Träger nicht so leicht verrutschen.

Der Laufrucksack ist ein Muss bei manchen Wettkämpfen, doch auch beim gemütlichen Trailrun sollte er nicht fehlen. Trinkblase, Wechselkleidung, Bars, Gels, Handy, Geld, Trailbook oder Karte, bzw. Navi, Stirnlampe, Erste-Hilfe-Set etc sind hier gut aufgehoben. Der Rucksack sollte vielfach verstellbar sein, so dass er individuell an dich angepasst werden kann. Ein nahes Anliegen am Rücken verhindert, dass er deinen ganzen Körper beim Laufen nach links und rechts verdreht. Vorne sollte es mindesten zwei Verschlüsse geben. Optimal ist, wenn am Schultergurt Taschen oder sonstige Verstauungsmöglichkeiten angebracht sind, um so beim Laufen schnell an wichtige Gegenstände zu kommen ohne den Rucksack abnehmen zu müssen oder sich zu verrenken. Neben einer Trinkblase bieten manche Rucksäcke noch Aufbewahrungsmöglichkeiten für Trinkflaschen – auch an diese sollte man problemlos beim Laufen gelangen.

Stirnlampe – wenn´s mal wieder länger dauert. Du wärst nicht der Erste, der die Runde über die paar Gipfel falsch einschätzt und ehe du dich versiehst wird es dunkel. Beim Ultra ist es meißt obligatorisch, die Stirnlampe dabei zu haben. Achte darauf, dass sie optimal am Kopf sitzt sowie Lampe und Akku perfekt austariert sind. Der Akku sollte sich schnell und problemlos (eben vor allem auch in der Dunkelheit) wechseln lassen. Mehrere Einstellungen der Helligkeit sorgen zu einen für eine optimale Ausleuchtung auf der anderen Seite für die energiesparende Benutzung – im Idealfall über viele Stunden. Für die Auslauchtung ist es nicht besonders wichtig, dass dir ein Spot in 200 Meter Entfernung einen kleinen Punkt toll beleuchtet, sondern dein Blickfeld sollte bestens ausgeleuchtet sein.

UTPB Carsten Stegner

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