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  • Kalenderwoche 20/2010
  • 17. – 23.05.2010

Erlangener Bahnlaufserie und Infekt

Am Montag legte ich einen Ruhetag ein, da ich mich nicht so besonders gut fühlte. Dies tat ich auch ganz ohne schlechtes Gewissen, denn für Dienstag stand der letzte Lauf der Erlangener Bahnlaufserie an. Die 5000 Meter waren zugleich auch mittelfränkische Meisterschaft.

Doch bevor ich mich auf die 5000 Meter machte, leitete ich am Nachmittag noch ein lockeres Training für einige Kollegen. Auf den 12 Kilometern ließ ich mir sehr viel Zeit, denn es waren Teilnehmer jeglicher Alters- und Leistungsgruppe dabei. Eine gute Stunde waren wir unterwegs.

Der Wettkampf startete schließlich um 19:30 Uhr. Ich lief in der ersten Startgruppe und bei dem Teilnehmerfeld war mir klar, dass ich mit einer Überrundung rechnen musste. Meine persönliche Vorgabe war, so lange wie möglich mit einem gleichmäßigen Tempo (möglichst 3:15 min/km) durchzulaufen, wohlwissend, dass ich es nicht die ganzen 12,5 Runden halten werde. Den ersten Kilometer schloss ich mit einer 3:07 ab, der zweite passte dann ganz gut und nachdem ich bei km 3 in 9:45 durchlief, war mir klar, dass der letzte Kilometer schon einiges zu langsam war und dass ich diesen Schnitt auch in keinem Fall mehr halten kann. Es wurden zwei verdammt harte Kilometer.

Bis dahin, zumindest bis kurz zuvor, konnte ich noch einigermaßen Anschluss ans Hauptfeld halten, welches meist vom Erlangener Hans Joachin Herrmann und dem Lichtenfelser Valentin Schuhmann angeführt wurde. Der Favorit Joseph Katib war bereits längst enteilt. Mit Rodrigo Nebel, der zwar am  Anfang ganz vorne mitlief, sich aber immer weiter zurückfallen ließ, lief ich nun mit einem „Respektabstand“ hinter der Gruppe um Valentin und Hans Joachim. Zwar konnte ich mich nochmal motivieren Rodrigo zu überholen und sogar einige Meter zwischen uns zu bringen, doch die Anfeuerungsrufe für Rodrigo und meine nachlassende Kondition, stellten bald wieder die alte Reihenfolge her.

Von nun an wurde es richtig langsam. Im Mittelstreckenbereich kann man bei dieser Geschwindigkeit schon fast von Stehversuchen sprechen… So kam auch noch Fernando Lozano von der LG Lkr Roth, den ich zwischenzeitlich über 100 Meter hinter mir hatte, zunächst auf- und blitzschnell vorbeigelaufen. Bei meinem Schlussspurt, den ich knappe 300 Meter vorm Ziel anzog, konnte ich Fernando zwar nochmal überholen doch bei meinem zweiten Stehversuch auf der Zielgerade war er auch schon wieder an mir vorbei. Mein Minimalziel unter 17 Minuten hatte ich zwar erreicht, doch alles in allem war ich doch extrem unzufrieden. 16:54 Min. zeigte die Stoppuhr beim Überschreiten der Ziellinie. Joseph Katib, zum Glück der einzige der mich überrundete lief die 5000 Meter in 15:05 Min.!

Beim Auslaufen über 8 km merkte ich dass ich einfach am Ende meiner Kräfte war, denn meine Herzfrequenz wollte einfach nicht mehr über 128 -132 Schläge gehen…

Ab Mittwoch fühlte ich mich dermaßen paltt, dass ich für den Rest der WOche komplett auf´s Training verzichtete.

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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