Grenzerfahrung und wieder über 140 km

Monatsendspurt
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Betonbeine
13. März 2011
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  • Kalenderwoche 9/2011
  • 28.02. – 06.03.2011
  • Trainingsdauer: 11:15 Std
  • Laufen: 146 km

Wie in der Vorwoche, brachte ich es wieder auf über 140 km und legte so in den letzten zwei Wochen eindeutig mehr Kilometer zu Fuß als mit dem Auto zurück. Sehr umweltbewusst 😉

Auf den insgesamt 146 km konnte ich jedoch einige Grenzerfahrungen sammeln. Glücklicherweise konnte ich mich mit regenerativen Läufen aber immer von den vorherigen, teils übermotivierten, Einheiten soweit erholen, dass eine normale Fortsetzung des Trainings nie gefährdet war.

Der ruhige bzw. regenerative Lauf am Montag wurde in diesem Jahr bereits zur Routine. Je nach Wochenabschluss, fühlte ich mich hierbei in letzter Zeit sehr wohl oder war recht schwerfällig. An diesem Montag war leider letzteres der Fall.

Die Schwerfälligkeit verlor ich erst nach ein paar Kilometern am Dienstag bei einem extensiven 20er. Deshalb entschied ich mich nach 10 km ein paar Tempowechselläufe einzubauen. Auf 1200 und 200 Meter wechselte ich die Geschwindigkeit zwischen 3:50 und 3:00 min/km. Da ich von Lauf zu Lauf lockerer wurde, entschied ich mich nach dem dritten noch einen vierten und schließlich noch einen fünften anzuhängen. Auf den 7 km kam ich so ziemlich locker auf ein Tempo von 3:40 min/km.

Leider lief ich die gesamte Einheit etwas zu schnell zu Ende, was mir am Mittwoch beim Tempotraining auf der Bahn zum Verhängnis wurde. Dies und die Tatsache, dass Rückenwind, starken Gegenwind nicht ausgleicht und trotz Sonnenscheins eisige Temperaturen herrschten, ließen mein Intervalle zum Fiasko werden. Zunächst ein paar 200er um 35 sec, zwei 500er um 3:18 min/km und ein 1000er in 3:12 min war noch ganz in Ordnung aber wohl eindeutig zu schnell für die Verhältnisse. Beim anschließenden 2000er tat ich mir in 3:21 min/km schon deutlich schwerer und die folgenden 3000 und 2000 m konnte ich nur in 3:29 min/km zu Ende bringen. Den letzten 1000er lief ich nach dem Motto „Augen zu und durch“ und kam immerhin nochmal auf 3:15 min. Im Nachhinein betrachtet hätte ich bei diesem Training bei diesen Verhältnissen weniger nach Uhr und mehr nach Gefühl laufen sollen… Bereits beim lockeren Lauf am Vormittag war mir eigentlich klar, dass das Tempotraining am Nachmittag kein Spaß werden würde.

In der Folge waren am Donnerstag und Freitag drei ganz lockere Dauerläufe angesagt.

Hervorragend erholt, was ja immerhin für einen gewissen Trainingsstand spricht, startete ich am Samstag meinen Longrun. Bei tollem Sonnenschein lief ich in südöstliche Richtung den Main-Donau-Kanal entlang. Den kalten Wind aus Nord-Ost spürte ich demnach erst, als ich bei km 17,5 wendete. Hatte ich bis hierher das Gefühl eher zu warm angezogen zu sein, hätte ich auf dem Rückweg durchaus noch eine Lage mehr vertragen. Da ich den Lauf in Crescendo-Manier absolvierte, fiel der nun einsetzende Gegenwind besonders ins Gewicht. Gestartet mit ein Schnitt von 4:30 min/km, erhöhte ich diesen alle fünf Kilometer um 4 Sekunden. Zwischen km 20 und 25 lief ich bereits ganz locker 4:13 min/km und beschleunigte bis km 30 noch auf 3:59 min/km. Auf den nächsten 2 Kilomtern lief ich die erste Endbschleunigung bei einem Longrun in diesem Jahr, mit 3:43 min/km. Selbst beim Auslaufen hatte ich keine schweren Beine und beendete die 35 km, die ich mal eben zwischen Früh- und Nachtdienst einbaute, nach exakt 2:30 Std.

Am Sonntag lief ich noch gemütlich gute 16 km aus. Kurze Antritte bei Steigungen ließen mich die 290 km der letzten 14 Tage zwar spüren, hinterließen aber keinen großen Eindruck bei meinen Oberschenkeln 😉

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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