Longrun Rundkurs Nbg-Schweinau – Schwabach
24. April 2011
Ausdauertests und Leistungsdiagnostik
2. Mai 2011
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  • Kalenderwoche 16/2011
  • 18. – 24.04.2011
  • Trainingsdauer: 8:30 Std
  • Laufen: 115 km

Bis Mittwoch befand ich mich noch in meinem total verkorksten Trainingslager – bzw. meinem traumhaften Fuerteventura-Urlaub.

Nach einem weiteren Ruhetag am Montag, wollte ich es am Dienstag nochmal wissen. Am Vormittag drehte ich noch eine gemütliche 16 km Runde bevor ich am Nachmittag auf meine letzte schnelle Halbmarathonrunde ging. Anfangs lief es noch etwas unrund und das ISG machte sich bemerkbar, doch am ersten Anstieg nach ca. 5 km fand ich meinen Tritt und konnte mein Tempo forcieren. Nach der ausgeschilderten 10-km-Runde schlug ich zum letzten Mal den Weg in Richtung Leuchtturm ein. Auch an leichten Steigungen versuchte ich das Tempo unter 4:00 Min/km zu halten. Auf dem Rückweg lief ich schließich noch auf einen Triathleten auf, der ebenfalls auf seiner schnellen Runde war und nicht kampflos hinter mir ins Playitas Resort einlaufen wollte. Tempi von knapp über 3 Min/km waren die Folge. Mit dieser Einheit hatte ich schließlich doch noch meinen Frieden gefunden und hoffte nur noch auf positive Nachrichten bei den am Donnerstag folgenden Untersuchungen.

Am Rückreisetag verzichtete ich auf ein Training und nach meinem Arztmarathon am Donnerstag wurde mir ein weiterer Ruhetag verordnet. Immerhin konnte der Worst Case, ein Bandscheibenvorfall, ausgeschlossen werden. Ursache meiner Schmerzen scheint tatsächlich „einfach nur“ ein blockiertes ISG zu sein.

Meine erste Runde in der Heimat drehte ich, bei ähnlichen Temperaturen wie auf Fuerteventura, am Freitag. Relativ „unrunde“ 13 km. Es folgten zwei Einheiten am Samstag, eine lockere am Morgen und eine mit Tempoanteilen am Nachmittag. Unheimlich schwere Beine verhinderten, dass ich, wie geplant, Zeiten um 3:20 laufen konnte.

Am Sonntag lief es dafür umso besser. Meinen Longrun gestaltete ich als Lauf ins Blaue und erkundete eine neue Runde. Nach gemütlichem Einlaufen über knapp 12 km im Schnitt zwischen 4:30 und 4:20 km/km beschleunigte ich von da an auf Zeiten um 3:50 min/km, ohne zu wissen was mich auf der Strecke noch alles erwartet oder wie lange die Runde genau wird. Es erwartete mich eine leicht wellige Landschaft vom Lorenzer Reichswald nach Wendelstein, Kleinschwarzenlohe, Neuses, Schwarzach (da war ich noch nie), Penzendorf, Schwabach und dem mir schließlich bekannten Rednitzgrund über Katzwang, Eibach zurück nach Schweinau. Trotz der leichten Wellen und des wechselnden Untergrunds von Asphalt über Schotter, Waldboden und sogar Sand konnte ich immer deutlich unter 4 Min/km bleiben und den ein oder anderen Kilometer um 3:40 laufen. Zu meinem Erstaunen hatte ich nach Vollendung der Runde, als hätte ich es vermessen, nahezu genau 35 km bewältigt. 2:22 Std standen da auf meiner Uhr. Ein Ziehen im ISG spürte ich nur am Anfang, ansonsten lief alles perfekt und dank des Fuerte-Urlaubs, war die Belastung bei ca. 24°C auch ohne Verpflegung  machbar.

Ich denke hiermit habe ich mein Tempo für den ersten Marathon in zwei Wochen in Prag gefunden. Es wird dann eine Zeit, mit der ich leben kann, die mir aber in Hinblick auf den Marathon in Hamburg nicht allzu viele Körner kosten dürfte.

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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